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Leitfaden zur Pflege neuer Tattoos

Schritte, die Sie vom ersten Tag Ihres Tattoos bis zum vollständigen Heilungsprozess befolgen sollten.

Die Dauer für das Belassen des Schutzmaterials hängt von der verwendeten Art ab. Wenn eine medizinische Polyurethan-Folie (Dermal-Verband) verwendet wurde, sollte sie in der Regel 12-24 Stunden verbleiben; wenn herkömmliche Frischhaltefolie verwendet wurde, beträgt dieser Zeitraum 2-3 Stunden. Nach dem Entfernen muss das Tattoo vorsichtig mit antibakterieller Seife und Trinkwasser gewaschen werden.

Warum?

Tätowieren bedeutet, Tinte durch die obere Hautschicht in die untere Schicht einzubringen, was der Körper als 'frische Wunde' ansieht. In den ersten 24 Stunden produziert der Körper eine an Plasma und Immunzellen reiche Flüssigkeit, um die Blutung zu stoppen und den Bereich vor Keimen zu schützen. Schutzverbände halten die Wunde leicht feucht, was den Zellen hilft, sich schneller zu regenerieren, Infektionen verhindert und starke Schorfbildung vermeidet.

In den ersten Tagen nach dem Entfernen des Verbandes sollte das Tattoo 2-3 Mal täglich mit parfümfreier, pH-hautneutraler Seife gewaschen und nach dem Trocknen eine sehr dünne Schicht einer wasserbasierten oder panthenolhaltigen (Pro-Vitamin B5) Pflegecreme aufgetragen werden. Das Tattoo darf auf keinen Fall mit zu viel Feuchtigkeit belastet werden. Als allgemeinen Standard empfehlen wir Bepanthol Tattoo. Bitte lesen Sie jedoch vor der Anwendung die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt.

Warum?

In dieser Phase verliert die geschädigte Haut schnell Wasser und trocknet aus. Panthenol beschleunigt die Reparatur der obersten Hautschicht, indem es die Zellteilung fördert. Ein Übercremen des Tattoos verhindert jedoch, dass die Haut atmen kann. Wenn das Gewebe zu feucht und weich wird, können Poren verstopfen, das Infektionsrisiko steigen und Tinte austreten, was zu Farbverlust führt.

Um das Juckreiz- und Spannungsgefühl zu lindern und das Reißen des Schorfes zu verhindern, sollte 2 (höchstens 3) Mal täglich eine parfümfreie Feuchtigkeitscreme auf Wasserbasis in einer sehr dünnen Schicht aufgetragen werden. Die Creme sollte innerhalb weniger Minuten vollständig eingezogen sein und das Tattoo darf niemals nass oder glänzend bleiben. Dünne Schorfschichten sollten von selbst abfallen; niemals kratzen oder abreißen.

Warum?

Flexibilität und Vorbeugung von Rissen: In dieser Phase beginnt die geschädigte Haut auszutrocknen und sich in kleinen Flocken abzuschälen. Wenn die Haut zu trocken wird, spannt sie und kann bei Bewegung (z. B. beim Beugen des Arms) reißen. Diese Risse können dazu führen, dass Tinte austritt und 'Lücken' im Tattoo entstehen. Eine dünne Schicht Feuchtigkeitscreme hält die Haut flexibel und verhindert diese Risse. Juckreizkontrolle: Während der Heilung setzt der Körper Substanzen frei, die starken Juckreiz verursachen. Leichtes Eincremen beruhigt die Nervenenden der Haut und hilft, den Kratzreflex zu reduzieren. Warum eine 'sehr dünne' Schicht? (Wichtigkeit der Luftzufuhr): Wenn das Tattoo mit einer dicken Salbenschicht bedeckt ist, wird die abgestorbene Haut, die abfallen muss, eingeschlossen und verwandelt sich in eine klebrige Masse, die die Haut am Atmen hindert. Dies führt dazu, dass Schorf zu früh abfällt und begünstigt Infektionen.

Bis das Tattoo vollständig geheilt ist (ca. 3-4 Wochen), muss längerer Wasserkontakt wie in Schwimmbädern, dem Meer, Badewannen, Saunen sowie direkte Sonneneinstrahlung unbedingt vermieden werden.

Warum?

Wasserquellen: Meer- und Schwimmbadwasser ist nicht perfekt sauber. Das Eintauchen in Wasser, bevor die Hautbarriere vollständig geschlossen ist, kann Keimen ermöglichen, in tiefere Schichten vorzudringen, was zu schweren Infektionen führen kann. Sonne (UV): Obwohl Tätowiertinte von Immunzellen festgehalten wird, reagiert sie sehr empfindlich auf Sonnenlicht. UV-Strahlen brechen die chemischen Bindungen der Tintenpartikel auf. Diese Partikel schrumpfen dann und werden vom Reinigungssystem des Körpers abtransportiert, was dazu führt, dass das Tattoo dauerhaft verblasst.

Die lebenslange Verwendung von Sonnenschutzmittel mit SPF 50+ ist unerlässlich. Dies liegt daran, dass Sonnenstrahlen wie ein langsam arbeitender Laser-Entfernungsprozess für die Tinte unter der Haut wirken. Der beste Weg, um sicherzustellen, dass ein Tattoo jahrelang scharf und lebendig bleibt, ist der Schutz vor der Sonne.

Warum?

Der 'langsame Laser'-Effekt der Sonne: Sonnenstrahlen durchdringen die oberste Hautschicht und erreichen direkt die Tinte. Die hohe Energie dieser Strahlen bricht die Tintenpartikel im Laufe der Zeit auf. Ähnlich wie bei Laserentfernungsbehandlungen bricht die Sonne die Tintenmoleküle über die Jahre auf Mikroebene auf. Immunsystem & Reinigung: Wenn ein Tattoo gestochen wird, 'verschlucken' Immunzellen die Tinte und halten sie an Ort und Stelle. Wenn die Sonne jedoch die Tinte in winzige Stücke bricht, können die Zellen sie nicht mehr halten. Diese winzigen Partikel werden dann als Abfall betrachtet und aus dem Körper entfernt. Dies ist der Grund, warum Tattoos mit der Zeit verblassen. Mattes Aussehen & Hautschäden: Sonnenstrahlen verbrennen die oberste Hautschicht und führen dazu, dass sie sich zum Schutz verdickt. Ihr Tattoo ist wie ein Gemälde, das durch ein Fenster (die oberste Hautschicht) betrachtet wird. Wenn dieses Fenster aufgrund von Sonnenschäden dick, fleckig oder dunkel wird, sieht das Kunstwerk darunter stumpf und leblos aus. Sonnenschäden sind der Hauptgrund dafür, dass schwarze Tinte über die Jahre grün oder blau werden kann. Ein Tipp für Enthusiasten: Physikalische Filter: Nicht jedes Sonnenschutzmittel ist ideal für Tattoos. Sie sollten 'physikalische (mineralische) Filter'-Sonnenschutzmittel bevorzugen (die Zinkoxid oder Titandioxid enthalten). Während chemische Sonnenschutzmittel Sonnenstrahlen absorbieren und in Wärme umwandeln, erzeugen mineralische Sonnenschutzmittel eine spiegelähnliche Schicht, die die Strahlen reflektiert, bevor sie die Tinte erreichen können.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Dauer hängt von dem Material ab, das Ihr Tätowierer verwendet hat. Wenn eine medizinische Polyurethan-Folie (Dermal-Verband) verwendet wurde, sollte sie in der Regel zwischen 12 und 24 Stunden entfernt werden. Wenn herkömmliche Frischhaltefolie verwendet wurde, beträgt dieser Zeitraum 2-3 Stunden. Sofort nach dem Entfernen des Verbandes sollte das Tattoo vorsichtig mit antibakterieller Seife und Trinkwasser gewaschen werden.

Nein, auf ein neues Tattoo sollte auf keinen Fall Vaseline aufgetragen werden. Vaseline ist eine sehr schwere Substanz auf Petrolatum-Basis, die die Hautporen verstopft und das Tattoo am Atmen hindert (was dazu führt, dass die Haut zu weich wird und keine Luft bekommt). Dies beschleunigt das Bakterienwachstum, erhöht das Infektionsrisiko und kann dazu führen, dass Tinte aus der Haut austritt. Stattdessen sollten dünne Feuchtigkeitscremes auf Wasserbasis bevorzugt werden.

Sie sollten parfümfreie Cremes auf Wasserbasis verwenden, die Panthenol (Pro-Vitamin B5) enthalten, wie zum Beispiel Bepanthol Tattoo. Die Creme sollte 2 oder höchstens 3 Mal täglich in einer "sehr dünnen Schicht" aufgetragen werden, die das Tattoo nicht glänzen lässt oder nass hinterlässt.

Die oberflächliche Heilung und das Abfallen des Schorfes dauern in der Regel 2 bis 3 Wochen. Es dauert jedoch 4 bis 6 Wochen, bis sich das Pigment in der unteren Hautschicht vollständig stabilisiert hat und die zelluläre Heilung ganz abgeschlossen ist. Bis zur vollständigen Heilung sollte man die Sonne und längeren Wasserkontakt meiden.

Der Tätowiervorgang verursacht kleine Schäden in der oberen Hautschicht. Zwischen dem 4. und 14. Tag des Heilungsprozesses beginnen die abgestorbenen Hautzellen auszutrocknen und sich abzulösen. Dies ist der Selbsterneuerungsprozess der Haut und völlig natürlich. Der entstandene Schorf darf jedoch auf keinen Fall abgekratzt oder abgerissen werden, da sonst dauerhafte Lücken in der Farbe des Tattoos entstehen können.

Während sich das Gewebe während des Heilungsprozesses repariert, setzt der Körper bestimmte Substanzen frei, die starken Juckreiz verursachen. Das Tattoo sollte niemals mit den Fingernägeln gekratzt werden. Um den Juckreiz zu lindern, können Sie mit sauberen Händen ganz leicht auf das Tattoo "klopfen" oder die Haut beruhigen, indem Sie eine dünne Schicht Feuchtigkeitscreme auf Wasserbasis auftragen.

Nachdem das Tattoo gestochen und der erste Schutzverband entfernt wurde, kann man lauwarm und kurz duschen. Das Tattoo darf jedoch auf keinen Fall unter Druck stehendem heißen Wasser ausgesetzt werden und sollte nicht im Wasser eingeweicht werden. Längerer Wasserkontakt wie in Schwimmbädern, dem Meer, Badewannen und Saunen ist in den ersten 3-4 Wochen wegen des Risikos schwerer Infektionen (Bakterienübertragung) strengstens untersagt.

Um ein Verblassen und Verfärben des Tattoos zu verhindern, sollte nach Abschluss des Heilungsprozesses lebenslang vor jedem Sonnenbad Sonnenschutzmittel mit SPF 50+ verwendet werden. Insbesondere mineralische (physikalische) Sonnenschutzmittel, die UV-Strahlen reflektieren anstatt sie chemisch zu filtern, sind ideal für den Tattooschutz.